Karohemd, Hornbrille und immer die Werkzeugtasche dabei – Technikstudenten gelten nicht als feurige Liebhaber, sondern als emotional und sozial leicht unterentwickelt, Lieblingsfach: Mathematik. Eine soziologische Studie aus dem Jahr 2003 hat die Lebenswelt der Ingenieurstudenten charakterisiert: Der gemeine Techniker fällt in die Kategorie Sportfan, schätzt Fleisch und Eintöpfe, dazu ein Bier. Er trägt zu Hause Jeans ohne Gürtel, schätzt Komfort in der Wohnung, also das Sofa, die passenden Videos und legt sein Geld gern für Autos an. Germanistikstudenten hingegen schätzen vegetarisches Essen und Theaterbesuche.
Jenseits aller Klischees wird eines deutlich: Ingenieure sind keineswegs lebensfremde Tüftler, sondern pragmatische Zeitgenossen.
Ingenieure sind moderne Männer, die sich nicht immer allzu ernst nehmen müssen und ihr Image reflektieren. Studenten der TU Clausthal etwa haben sich für ihren Uni-Aktkalender in erstaunlichen Posen fotografieren lassen, nicht nackte, weibliche Schönheiten mit Feigenblatt stehen im Mittelpunkt, sondern posierende Maschinenbauer im Hydraulik-Aggregat und Bergbau-Studenten mit Helm und Grubenlicht, die die Hüllen fallen ließen.
Ingenieure sind, wie Umfragen zeigen, beim weiblichen Geschlecht begehrt: Für über zwei Drittel aller Frauen spielt der Beruf des künftigen Lebensgefährten bei der Partnersuche eine entscheidende Rolle, Ingenieure stehen auf der Wunschliste ganz oben. Der Beruf hat ein hervorragendes Image und belegt nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos Platz 5 auf der Rangliste der am meisten geschätzten Berufe, gleich hinter Ärzten, Lehrern, Architekten und Rechtsanwälten.
Ingenieure haben auch einen praktischen Vorteil: Sie bringen ein Grundverständnis für technologische Zusammenhänge mit, was im Alltag oft nützlich ist. Sie können einen Hammer von einer Säge unterscheiden, wissen, wie ein Toaster funktioniert und ersetzen den Handwerker im Haus. Die tropfende Heizung, der kaputte Kühlschrank – kein technisches Problem, das nicht zu lösen wäre. Früher galt: Männer können zwar eine Waschmaschine reparieren, wissen aber nicht, wie man sie bedient. Heute hat sich dieses Rollenmuster verändert.
Ingenieure haben kein Reparatur-Gen, sondern sie knobeln und basteln einfach gern, sogar an der neuen Software für den Heim-PC. Heimwerken ist für sie nicht Stress, sondern Spielspaß. Das gilt im Übrigen auch für weibliche Ingenieure. Und so treten in der Werbung eines großen Heimwerkermarktes mittlerweile werkelnde Ehefrauen auf, die ihre Männer mit imposanten selbstgezimmerten Gartenpavillons beeindrucken. Natürlich haben Ingenieurinnen beste Chancen bei den Männern. Immerhin jeder zehnte Mann würde gerne eine von ihnen heiraten, zeigt eine Studie der Online Partneragentur Parship. Für Ingenieurinnen und Ingenieure gilt: Sie sind zupackend, stark und technisch versiert – ein Beruf mit Sexappeal.

Erschienen im Murmann Verlag.
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Ihrer Wahl! ca. 280 Seiten,
Klappenbroschur, ca. 16 Euro
ISBN: 978-3-86774-105-7
Über das Buch
Über den Autor
Beitrag im Deutschlandfunk Beitrag im ZDF-Morgenmagazin Beitrag auf Bild.de Stellenangebote bei ThyssenKrupp Bundespräsident Christian Wulff bei der Veranstaltung "Technikbegeisterung wecken - Ingenieurnachwuchs gewinnen"
Das europäische Forschungszentrum für Teilchenphysik
CERN wurde 1954 gegründet. Es ist das weltweit größte
Zentrum für Teilchenphysik und wird von 20 europäischen
Ländern finanziert. www.cern.ch
An der TU Clausthal-Zellerfeld wird in den
Bereichen Energie und Rohstoffe, Natur- und
Materialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften,
Mathematik, Informatik, Maschinenbau und
Verfahrenstechnik gelehrt und geforscht.
www.tu-clausthal.de