Der IdeenPark 2008

Die Lebenswelten


"Wie kann moderne Technik dazu beitragen, das Leben der Menschen lebenswert zu erhalten?" - Unter dieser Leitfrage schickte der IdeenPark 2008 seine Besucher auf eine faszinierende Entdeckungsreise durch verschiedene Lebenswelten.

Vom Inneren der Erde, in die eisige Welt der Pole, durch glühende Wüsten und pulsierende Städte, bis in die Tiefen der Ozeane und die Weiten des Alls. Stets mit anschaulichen Exponaten aus allen Bereichen der Technik. Indem sie in diese Lebenswelten eintauchten, erlebten die Besucher hautnah, welche globalen Herausforderungen es für die Menschheit zu bewältigen gilt und wie technische Innovationen uns dabei helfen, diese Aufgaben zu meistern.
Jede der sieben Lebenswelten stimmte in einer speziell gestalteten Eingangssituation emotional auf den jeweiligen Bereich ein und bot eine didaktische Einführung in den Themenschwerpunkt. Im Zentrum jeder Lebenswelt fand der Besucher eine Highlight-Inszenierung aus einem oder mehreren Exponate. Zum Beispiel "Im Erdinneren" mit einer Inszenierung rund um Stahl und Edelstahl, vom Rohstoff zum Endprodukt.
Die Lebenswelten waren als faszinierende Landschaften gestaltet, die emotional mit allen Sinnen erfassbar waren und Horizonte eröffneten. Eindrucksvolle Exponate mit herausragenden technischen Innovationen gaben einen Eindruck von den Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten rund um die Fragen, wie die Welt von morgen aussehen wird. Ob Fachpublikum oder Kinder im Vorschulalter – der IdeenPark bot spannende Highlights für jede Zielgruppe. In jeder Lebenswelt gab es beispielsweise einen so genannten Kindersatelliten. Hier wurden die Lebenswelten besonders kindgerecht aufbereitet, ganz nach dem Motto: "Anfassen, ausprobieren, experimentieren". Begleitet wurden die Kinder auf ihrer Entdeckungsreise von geschultem Personal - und den Außerirdischen I-KU und GY-RI.

Im Erdinneren

Unter der Erde sind wertvolle Rohstoffe wie Eisen, Erdöl oder Diamanten verborgen, die in modernen Verfahren möglichst umweltschonend abgebaut werden. Zusätzlich findet sich im Inneren der Erde auch Wärmeenergie, die mittels moderner Technologie CO2-neutral genutzt werden kann. Manchmal legt die Erde den Menschen auch Hindernisse in den Weg: Moderne Tunnelbautechnologie macht es möglich, unter Bergen hindurch zu gelangen. Das verkürzt Reise- und Transportwege und schont das empfindliche Ökosystem der Bergwelt.

In der Wüste

Sengende Hitze, bizarre Felsformationen, endlose Dünenlandschaften – oberflächlich betrachtet scheint die Wüste ein lebensfeindlicher Raum zu sein. Aber auch hier existieren Pflanzen, Tiere und Menschen. Das Überleben in Wüstengebieten zwingt sie zu umfangreichen Anpassungsmaßnahmen. Wir Menschen helfen uns mit Technik, die uns wertvolle Dienste leistet. Außerdem kann die Wüste wertvolle Ressourcen liefern, etwa durch Nutzung der Sonnenenergie. Moderne Technik ermöglicht sogar, aus dem Meer Trinkwasser zu gewinnen, mit dem in der Wüste Landwirtschaft möglich wird.

In der Natur

Längst sind sich die Forscher darüber einig, dass die Natur mit ihren unterschiedlichen Formen, Oberflächen, Strukturen und Konstruktionsprinzipien eine unerschöpfliche Quelle ist, um Produkte und Verfahren auch für die technische Anwendung zu entwickeln. Sie bietet aber auch – im Zeichen knapper werdender fossiler Rohstoffe – ein breites Spektrum regenerativer Energien, die bisher nur unzureichend genutzt werden. Zugleich wächst das Bewusstsein, dass die Natur ein empfindlicher Kosmos ist, der geschützt und schonend genutzt werden muss. Warum ist die Lotusblume immer so schön sauber? Warum können bestimmte Echsen in Sand schwimmen?

In der Stadt

50 Prozent der Weltbevölkerung leben bereits in Städten. Dieser Trend hält an. Mit der Bevölkerung wachsen auch die Städte, immer mehr Menschen leben, arbeiten und verbringen ihre Freizeit auf relativ engem Raum miteinander. Dadurch entstehen neue Herausforderungen: Wie können Gebäude immer größer und gleichzeitig erdbebensicher gebaut werden? Wie schützen wir uns vor Belastungen durch Lärm oder Schadstoffe? Und wie können wir deren Entstehung verhindern? Wie können wir Energie und Ressourcen effizient nutzen, statt zu verschwenden?

Im Wasser/Im ewigen Eis

70 Prozent unseres Planeten sind von Wasser bedeckt. Seit Jahrhunderten gehören Meere und Flüsse zu den wichtigsten Transportadern für den weltweiten Handel. Aber die Tiefen der Ozeane und ihr komplexes Ökosystem sind noch weitgehend unerforscht. Finden sich im Dunkel der Tiefsee die Antworten auf unsere Energieprobleme, zum Beispiel in Form riesiger Erdöl- und Methanvorkommen? Und wie können wir die eisige Welt der Polargebiete vor den Bedrohungen durch den weltweiten Klimawandel schützen?

In Bewegung

Wie Lebensadern überzieht unseren Planeten ein dichtes Netz von Verkehrswegen. Wie selbstverständlich reisen wir nach nah und fern. Wo immer mehr Menschen mobil sind, kommt es oft zu Staus und aus Bewegung wird Stillstand, auf der Straße genauso wie in stark frequentierten Bahnhöfen und Flughäfen. Mobilität ist in unserer globalisierten Welt nicht mehr wegzudenken, stellt uns aber auch vor immense Herausforderungen: Wie kann der Schadstoffausstoß von Fahrzeugen verringert werden? Wie können sie noch sicherer und effizienter werden? Wie können wir wirkungsvoll Staus und Unfälle verhindern? Wie können sich viele Menschen auch ohne Autos zügig fortbewegen? Der IdeenPark suchte Antworten und zeigte Erstaunliches, das es schon jetzt gibt und in Zukunft geben wird.

Luft- und Weltraum

Längst gehören die Kondensstreifen von Jetflugzeugen zum gewohnten Bild beim Blick in den Himmel. Fortbewegung in der Luft gilt mittlerweile als relativ normal. Riesenflugzeuge wie der Airbus A380 und unbemannte Flugobjekte – so genannte Drohnen – stellen die aktuelle Spitze der technischen Entwicklung dar. Gleichzeitig schauen, lauschen und messen Forscher mit modernsten technischen Möglichkeiten in die Weiten des Weltraums hinein. Auch der Blick aus dem All auf die Erde bringt neue Erkenntnisse über unseren Planeten zum Nutzen seiner Bewohner. über 800 aktive Satelliten umkreisen schon heute die Erde und versorgen uns mit Informationen unterschiedlichster Art. Wie sieht die Zukunft aus, welche Innovationen sind zu erwarten?

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