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Prof. Dr. Jörg Mehlhorn

Gedankenfreiheit? Gute Idee!

Kreativität braucht Freiheit. Das weiß niemand besser als Prof. Dr. Jörg Mehlhorn, der in der Bildungsstadt „SchlauLoPolis“ des IdeenParks als Kreativitäts-Experte die IdeenBox leitete. Dort konnten Besucher als Teilnehmer oder Zuschauer lernen, wie ein Produkt von der Idee über Konstruktion und Produktion bis hin zur Vermarktung fertig entwickelt wird.

Innovative, tolle Ideen, so sagt Mehlhorn, entstehen am besten, wenn man so denken kann wie Kinder: „Sie haben keine Angst vor Neuem und bewegen sich nicht in eingefahrenen Mustern!“

Prof. Dr. Jörg Mehlhorn:
Gedankenfreiheit? Gute Idee!
Jörg Mehlhorn hat den Lehrstuhl für Marketing an der Fachhochschule Mainz inne. Zugleich ist er der Vorsitzende der „Gesellschaft für Kreativität e.V.“. Sie hat den „CREO“ gestiftet, einen Ehrenpreis für besonders pfiffige Produkt- und Marketing-Ideen im Mittelstand. Den haben 2007 die Schöpfer der „BIONADE“ erhalten. „In diesem Jahr vergeben wir den ‚CREO’ am 24. Mai im IdeenPark“, kündigt Prof. Mehlhorn ab. Wer die Trophäe erhalten wird, verrät er natürlich noch nicht – man darf gespannt sein.

Nur soviel: Es hat mit Spielen zu tun. Denn Kreativität – ob sie einen Preis erhält oder nicht – ist immer eine Art Spiel. Die wichtigste Regel: Alles ist erlaubt. „Kreativitätstechniken zeichnen sich dadurch aus, dass keine Kritik geübt wird. Es darf keinen Gruppendruck geben“, sagt Mehlhorn. Ideen auf ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen, ist erst der zweite Schritt. Davor kommt die Gedankenfreiheit. Wer Ideen bereits im Kopf zensiert, steht seiner Kreativität selbst im Wege, weiß Mehlhorn.

Kreativ Probleme lösen

„Kreativität braucht jeder“, stellt der Mainzer Professor fest – und er meint damit nicht nur Künstler. „Jeder Mensch muss kreativ sein, um Probleme zu lösen, im Beruf ebenso wie im Privatleben oder auf gesellschaftlicher und politischer Ebene.“ Innovationen entstehen seiner Ansicht dabei am besten durch „Querdenken“. Mehlhorn formuliert das so: „Durch neue Kombinationen neues Wissen schaffen.“

Der Kreativitäts-Experte findet es schlicht beeindruckend, wenn scheinbar simple Alltagsprobleme auf genial pfiffige Art gelöst werden: Produkte wie „Post it“, Mobiltelefone oder Mülltonnen mit Rollen sind für ihn beispielhafte Entwicklungen. Auf der anderen Seite steht Mehlhorn aber auch bewundernd vor kreativen Arbeiten, die große Widerstände überwinden: „Zum Beispiel Galileo Galilei.“ Der Physiker aus dem frühen 17. Jahrhundert hatte ein völlig neues Weltbild entwickelt und herrschende Meinungen dabei völlig auf den Kopf gestellt.

So groß und gewaltig muss es aber nicht immer hergehen, findet Professor Mehlhorn. Denn: „Small is beautiful – so lautet mein Motto. Wobei ich mir den Luxus erlaube, noch ein weites Motto zu haben: Nichts ist unmöglich.“

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