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Wenn die Luft rostet

Zutaten: Stahlwolle (superfein oder Stufe 000, gibt’s im Baumarkt), eine Schere, ein Glas, einen Teller, Wasser.

Experiment

Dass Rost Eisen zerfrisst, weiß jeder. Aber wusstet Ihr schon, dass Rost auch Luft fressen kann?

Schneidet Euch ein etwa fünf Zentimeter langes Stück Stahlwolle ab und macht es nass. Dann presst Ihr es fest zusammen, um das Wasser wieder hinauszudrücken. Quetscht die Stahlwolle tief in das Glas, so dass sie feststeckt und nicht verrutscht. Dann dreht Ihr das Glas um und stellt es mit der Öffnung nach unten in den Teller. Die Stahlwolle darf dabei nicht herunterfallen. Zuletzt gießt Ihr den Teller randvoll Wasser. Weil der Wasserdruck im Inneren des Glases und außerhalb gleich groß ist, dringt kein Wasser in das Glas ein. Doch wartet es ab!

Nach einem Tag zeigt sich: Wasser ist eben doch von unten in das Glas eingedrungen und steht dort etwa einen Zentimeter hoch. Was ist passiert? Die Stahlwolle ist aufgrund ihrer großen Oberfläche schnell gerostet. Beim Rosten verbindet sich der Sauerstoff in der Luft mit dem Eisen zu Eisenoxid.

Für Euer Experiment heißt das: Das Rosten entzieht der Luft im Glas Sauerstoff. Wenn dieser Sauerstoff nach und nach verschwindet, wird die Luft im Glas dünner (Luft besteht zu etwa einem Fünftel aus Sauerstoff). Der neu entstehende Rost, das Eisenoxid also, benötigt zwar auch Platz – aber weniger als der Sauerstoff, den er frisst. Infolgedessen sinkt der Luftdruck im Glas – und das Wasser kann eindringen.


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