
Tag 1 nach dem IdeenPark und Zeit für ein kurzes Fazit: Neun Tage lang Technik-Festival der Superlative haben weit über 200.000 Besucher aus ganz Deutschland begeistert. An 150 Exponaten gewährten die Ideenmacher von heute Einblicke in das, was sie für die Welt von morgen planen und zeigten, wie spannend die Technik unseres Alltags sein kann. Bundeskanzlerin Angela Merkel stattete dem IdeenPark ebenso einen Besuch ab wie der niedersächsische Ministerpräsidenten Christian Wulff, und Bundespräsident Horst Köhler wünschte per Grußbotschaft allen IdeenPark-Teilnehmern eine spannende Reise in die Zukunft.
Prominente Gäste wie Bobfahrerin Susi Erdmann oder Rennfahrer Christian Abt zeigten, wie sportlich Hightech sein kann. Für wissenschaftliche Grenzerfahrungen und einen unverbauten Blick in die Welt von 2025 sorgten Zukunftspreisträger wie Karlheinz Brandenburg und Top-Wissenschaftler wie Dirk Spenneberg, die zum Teil Prototypen frisch aus dem Labor oder Equipment direkt aus dem Forschungseinsatz zum IdeenPark mitgebracht hatten.
Und nicht selten setzten sich die Macher und Denker direkt mit den Sorgen und Fragen des Publikums auseinander und diskutierten mit ihnen, wie die Zukunft aussehen könnte und was wir alle schon heute für diese Zukunft tun können.
Was war gestern?

Vor der Bühne konnte sich dann Moderator Helge Haas ebenso wie die Zuschauer hautnah von der umweltfreundlichen Hightech überzeugen,

Am Abend dann der nächste VIP mit Bühnenerfahrung: Christina Stürmer rockte im obersten Dezibelbereich die Expo-Plaza und gab mit ihrer Show das Abschlusskonzert des IdeenPark 2006.
Miterleben, mitmachen, mitnehmen

Im Bereich „Mobilität“ konnten sich die Besucher als Schiffsbauingenieure versuchen und ihre Konstruktionen in einem Wasserbecken testen. An anderer Stelle wurde das Prinzip des Rückstoßantriebs mit Hilfe einer Handpumpe und einer kleinen Raketen vorgeführt. Und welche Dynamik unsichtbar unter unseren Füßen im Erdinneren am Werk ist, zeigte eine mannshohe Weltkarte, die wie ein Puzzle aus den tektonischen Platten der Erde zusammengesetzt war. Was normalerweise in Superzeitlupe über Äonen von Jahren abläuft, konnten die Besucher ganz einfach durch Handauflegen in wenigen Sekunden erreichen: das Erzeugen gewaltiger Erdstöße.
Solarmobil für zuhause
Viele Mitmachmöglichkeiten waren während der Veranstaltung zu Workshops zusammengefasst. Zwei dieser Angebote warteten gestern zum letzten Mal auf der Empore im Deutschen Pavillon auf neugierige Nachwuchskonstrukteure: „AutoDesign“ und „Solar mobil“, veranstaltet von der Wolfsburger „Autostadt“.
Die Wolfsburger verfolgen ein Konzept, für das sie den Begriff „Inszeniertes Lernen“ geprägt haben: „Unser Motto ist im Grunde genommen das Erleben, Erfahren, Erinnern“, sagt Cord Voelkening, Leiter in der pädagogischen Abteilung der „Autostadt“. Man weiß, dass Bildung eigentlich nur dann funktioniert, wenn die Schüler das Ganze wirklich selbst erleben und selbst tätig werden.“
Im Workshop „Solar mobil“ sind die Räder aus Kunststoff, und die Karosserie entsteht aus Karton und Styropor. Die vorgefertigten Bauteile werden per Heißkleber verleimt. Außerdem müssen Kabel mit einer kleinen Solarzelle verlötet werden. „Es ist natürlich ein bisschen anspruchsvoll für einen 6-Jährigen, mit dem Lötkolben umzugehen“, meint Voelkening. „Aber wenn man ihm sagt, auf was es ankommt, macht er das gerne und er macht das auch gut.“ Sind alle Komponenten richtig verdrahtet, treibt die Solarzelle einen walnussgroßen Elektromotor an, der das Fahrzeug in Bewegung setzt.
Und das Beste: Die Kinder dürfen ihre Solarmobil-Konstruktionen und damit auch gleichzeitig ein kleines Erfolgserlebnis mit nach Hause nehmen.
Designen mit Stahl



