21. Mai 2006

Was kommt heute?

Welche Entdecker und Erfinder, welche Konzepte und Rahmenbedingungen zeichnen Niedersachsen aus? Um diese und andere Fragen dreht sich der heutige IdeenTag – und diverse Diskussionsrunden. Prominent besetzt u. a. mit dem Vizepräsidenten der EU-Kommission Günter Verheugen und Sängerin Yvonne Catterfeld betrachten Podium und IdeenForum Niedersachsens Rolle im globalen Wettbewerb und im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland und in Europa.
Etwas weiter entfernt liegen die Orte, um die es in der heutigen Kinder-Uni gehen wird. Astrophysiker Peter Aufmuth reist zusammen mit Nachwuchs-Kundschaftern durch die Galaxis und horcht dabei dem fundamentalsten aller Klänge. Dabei sind der Hannoveraner und sein Team keineswegs profanen Schallwellen auf der Spur, sondern Wellenzügen, die von Sternenleichen in die Grundfeste des Universums geschlagen werden.

Was war gestern?

Sportlich ging’s los: nach vier Tagen, 24 Etappen und 240 Kilometern erreichte der in Düsseldorf gestartete IdeenPark-Staffellauf gestern Vormittag die EXPO-Plaza. Dass die 60 Schlussläufer dabei über eine Brücke das Technik-Festival erreichten war geradezu symbolisch – schließlich stellte der Lauf selbst einen Brückenschlag zwischen den IdeenParks 2004 und 2006 dar.
Mit der Begrüßung der Läufer durch Dr. Ekkehard Schulz Vorstandvorsitzender der ThyssenKrupp AG, Ministerpräsident Christian Wulff und Hannovers Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg war der IdeenPark feierlich eröffnet. „Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir die nächsten neuen Tage in einen Fest der Ideen verwandeln“, so Ekkehard Schulz. „Die Bevölkerung aus ganz Niedersachsen und seiner Hauptstadt ist
eingeladen, dieses Fest zu besuchen und sich davon inspirieren zu lassen.“
Dieses Freiticket wurde bereits kurze Zeit später massenhaft eingelöst, als die ersten Besucher in den Deutschen Pavillon strömten, wo Ingenieure, Forscher, Tüftler und Studenten sowie 18 spannende Exponatinseln die neugierigen Gäste erwarteten.

IdeenMacher ausgezeichnet

Ideenmacher präsentieren auf dem IdeenPark ihre Arbeit an der Welt von morgen – ein Förderprogramm gleichen Namens vergab an zehn Schulen und Bildungsinitiativen jeweils 5.000 Euro für ganz besondere Geistesblitze. Anlass war die erste Ausgabe des bundesweiten Technik-Förderprogramms „IdeenMacher“, das von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und ThyssenKrupp ins Leben gerufen wurde. Von der Jugendsternwarte bis zum Kupfer-Rennofen reicht das Spektrum der ausgezeichneten Projekte, unter denen zusätzlich ein mit 5.000 Euro dotierter Publikumspreis verliehen wird. Abstimmen kann jeder – gleich unter der Rubrik „IdeenMacher“ finden sie alle Projekte im Überblick.

Warum wir Fußballweltmeister werden.

„Wenn sie den Vortrag gehört haben, dann sind sie danach Weltmeister.“ Mit diesem Versprechen startete der Dortmunder Physikprofessor Metin Tolan seinen Vortrag im August-Everding-Saal im Deutschen Pavillon. Zuvor hatte er bereits die trotz Schlechtwetters voll besetzten Ränge der IdeenShow in WM-Stimmung versetzt, jetzt galt es, etwas ausführlicher auf die Physik des Fußballspiels einzugehen. Unterstützt durch Einspieler legendärer Fußball-Zitate wie „Der Kopf ist das dritte Bein im Fußball“ zeigte Tolan, warum Bananenflanken auf dem Mond nicht funktionieren und was Fußballer mit radioaktiven Quellen gemein haben.
Aber auch vor den wirklich heiklen Kicker-Themen machte Tolan nicht halt. So konnten die Zuhörer sich davon überzeugen, dass das legendäre Wembley-Tor ein praktisch unsichtbarer Treffer war und erlebten als Finale den wissenschaftlich fundierten Beweis für den kurz bevorstehenden Erfolg unseres WM-Kaders. Statistik sei Dank.