
Was kommt heute?
Der IdeenPark geht in seine dritte Runde, und endlich hat auch die Sonne das EXPO-Gelände gefunden. Dass das wechselhafte Wetter der letzten Tage allerdings Kindergeburtstag im Vergleich zu den wirklich ungemütlichen Orten der Erde ist, das zeigt heute die Kinder-Uni „Warum ist die Antarktis der Kühlschrank der Erde?“.
Später ist Tempo und Diskussion angesagt, wenn in der IdeenShow die „rasende Holländerin“ Ellen van Vugt mit ihrem Hochgeschwindigkeitsfahrrad auf die Bühne rollt und der in Indien geborene TV-Journalist Ranga Yogeshwar mit seinen Gästen zum Thema „Modernisierung durch Migration?“ über den Zusammenhang zwischen offenen Grenzen und technischem Fortschritt diskutiert. Die Schranken von Raum und Zeit hingegen sprengt das Aktionstheater „Mova Futura“. Thema ihrer täglichen Show: die Geschichte der Technik.
Was war gestern?

Moderieren und Mimikerkennung – alles vollautomatisch

Ziemlich leicht zu durchschauen, dieser „2.0“, zumindest bei einfachen Ja-Nein-Fragen. Die menschliche Mimik ist da schon weitaus komplexer, vor allem für künstliche Intelligenzen. Dass sich dies bald ändern könnte, davon konnte sich nicht nur Ministerpräsident Christian Wulff am Samstag, sondern seit dem auch viele weitere Besucher der Exponatinsel 12 – „Leben erleichtern“ selbst überzeugen. Münchner Forscher lassen dort einen Computer in Besucher-Gesichtern lesen. „Er erkennt nicht nur uns als Entwickler“, versichert Diplom-Informatiker Matthias Wimmer, „sondern auch jeden der Besucher hier auf dem IdeenPark.“
Genauer gesagt dessen Gesichtsausdruck. Trainiert mit den Videoaufnahmen von hunderten von Testpersonen kann das System nämlich aus den Muskelbewegungen im Gesicht sechs unterschiedliche Mimiken unterscheiden.
Ein mögliches Einsatzgebiet in der näheren Zukunft ist sicherlich das Auto. Durch rechtzeitiges Erkennen typischer Ermüdungserscheinungen könnte das System Autofahrer vor dem gefährlichen Sekundenschlaf bewahren.
Noch Zukunftsmusik ist hingegen das automatische Herunterfahren des Computers nach einem Wutanfall seines Benutzers. Zum Glück.


